.1000 Menschen bei Antifa Demo in Pankow. (16.Nov.2008)

Über 1000 AntifaschistInnen sind am Samstag nachmittag (15.11.) unter dem Motto "Kein Kiez für Nazis. Wer wegschaut stimmt zu" durch Berlin-Pankow gezogen. Aufgerufen hatte ein breites antifaschistisches Bündnis. Die kraftvolle Manifestation, die mit umfangreicher internationaler Beteiligung stattfand, war Bestandteil des "siempre antifascista"-Wochenende, in dessen Rahmen an die von Neonazis ermordeten Menschen in Europa erinnert wurde. Zum Aktionswochenende gehört auch ein zweitägiges Festival und eine Konferenz am Freitag im Haus der Demokratie und Menschenrechte, bei der VertreterInnen antifaschistischer Gruppen vorwiegend aus Osteuropa den rund 300 KonferenzteilnehmerInnen über die Situation in ihren Ländern berichteten.
Die Demonstration zog am Nachmittag vom Garbátyplatz im Pankower Zentrum in den Ortsteil Niederschönhausen. Auf dem Weg dorthin solidarisierten sich die TeilnehmerInnen mit alternativen Pankower Jugendeinrichtungen, wie dem Unabhängigen Jugendzentrum Pankow (JUP e.V.) und dem Kurt-Lade-Klub, die wegen ihres Engagements gegen Rechts im Fokus der Pankower Naziszene stehen und mehrfach angegriffen wurden. 70 Jahre nach den Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung war es den AntifaschistInnen ebenso ein Anliegen, gegen den auch in der Gegenwart tief verwurzelten Antisemitismus Stellung zu beziehen. In Niederschönhausen verwiesen Redner auf den Charakter des Ortsteils als Aktions- und Rückzugsraum für gewaltbereitete Neonazis. Beendet wurde die Veranstaltung 18 Uhr am S-Bhf. Heinersdorf. Der ra
ssistisch gefärbte Konflikt um die Moschee war hier ebenfalls ein Thema.
Michaela Trutschke vom Demobündnis erklärte im Anschluß: "Es ist ein erfreuliches Zeichen, dass sich so viele Menschen uns angeschlossen haben. Dennoch kann dies nur ein Bestandteil kontinuierlicher, antifaschistischer Arbeit sein, in dem sich Rechtskonservative wie Moscheegegner in Heinersdorf und Nazischläger aus Niederschönhausen noch viel zu sicher fühlen können."
Die Polizei war am Samstag mit mehreren Hundertschaften des 2. Bereitschaftszuges im Einsatz. Bereits am Startpunkt nahm sie rund 20 AntifaschistInnen mit fadenscheiniger Begründung vorrübergehend fest. Zudem befanden sich die DemonstrantInnen über den gesamten Zeitraum in einem Wanderkessel der Polizei. Michaela Trutschke kritisiert die Polizei für ihre Strategie: „Menschen, die sich gegen Neonazis auflehnen werden kriminalisiert und schikaniert. Antifaschismus ist aber notwendig und nicht kriminell!“. Im Vorfeld der Demo griffen Neonazis anreisende TeilnehmerInnen an, unter anderem Am Steinberg in Weißensee und auf dem Hauptbahnhof.
Fotostrecke: http://de.indymedia.org/2008/11/232922.shtml
Demobericht: http://de.indymedia.org/2008/11/232887.shtml
RBB Abendschau: RBB
(Bildquelle: Björn Kietzmann, http://www.flickr.com/photos/kietzmann)

.Demo - Auflagen. (12.Nov.2008)
Für die Demonstrarion am Sa.,15.11.2008 hat die Berliner Polizei folgende Auflagen erteilt.:
"Die Seitentransparente dürfen max. 2,50 m lang sein.
Stahlkappenschuhe sind verboten.
Das Mitführen von Glasflaschen ist verboten."
Der Berliner Ermittlungsausschuss (EA) ist ab 14:00 Uhr geschaltet.
Der EA sitzt vor, während und nach Demonstrationen am Telefon, nimmt Festnahmen, die gemeldet werden auf und kümmert sich um die Betroffenen.
TEL.: 030 / 69 22 22 2
WEB: Berliner Ermittlungsausschuss (EA)

.Chronik der letzten zwei Wochen in Pankow. (12.Nov.2008)
Am nächsten Wochenende findet die Antifa-Demo unter dem Motto "Kein Kiez für Nazis" in Berlin Pankow statt. Zur Situation im Bezirk wurde in Aufrufen und Indymedia-Artikeln viel geschrieben. Manchen Artikeln wurde vorgeworfen, zu dramatisieren, die Situation im Bezirk zu überspitzen, um so für die Demonstration zu werben.
Um einen Überblick über die Situation im Bezirk Pankow zu bekommen, kann es hilfreich sein, auf die Fakten zu schauen. Aus diesem Grund fasst dieser Artikel die Naziaktivitäten allein der letzten zweieinhalb Wochen zusammen:http://de.indymedia.org/2008/11/232411.shtml
.Antifa - Flugblätter in Berlin Pankow verteilt. (07.Nov.2008)
In
den vergangenen Tagen verteilten linke Aktivisten Flugblätter mit
antifaschistischem Inhalt in großen Teilen Berlin-Pankows. Die
Aktion im Vorfeld der Antifa-Demonstration sollte erneut auf das
Nazi-Problem im Bezirk aufmerksam machen.
Mehrere tausend Flugblätter wurden letzte und diese Woche in
Briefkästen der Bewohner der Pankower Bezirksteile
Niederschönhausen, Heinersdorf und Zentral-Pankow gesteckt. Auf
ihnen wurden die Anwohner über die Pankower Neonaziszene und ihre
Akteure informiert.
Zudem wurden die Pankower aufgefordert, aktiv gegen die Neonazis
vorzugehen und sei es, durch Eingreifen bei Nazi-Übergriffen. Eine
weitere Möglichkeit, Farbe gegen Neonazis zu bekennen, blieb auf
dem Flugblatt nicht unerwähnt:
Die Antifa-Demonstration "Kein Kiez den Nazis", die am 15.11.2008 um 14:00 am S-Bhf Pankow starten wird.
Weitere Aktionen gegen die Pankower Neonazi-Szene werden folgen.
Link - Empfehlungen
http://www.nazis-in-pankow.de.vu

(Quelle:http://de.indymedia.org/2008/11/231281.shtml)
.Aufruf. (25.Okt.2008)
Fedyaj,
ein junger Mensch aus Moskau, wollte nur sein Haus verlassen. Nun ist
er tot. Nazis lauerten ihm auf und erstachen ihn am 10. Oktober. Sein
Name und Gesicht waren vorher auf mehreren russischen
Anti-Antifa-Seiten veröffentlicht worden. Auch im Berliner
Ortsteil Pankow gab es zuletzt Aufkleber mit den Namen und Bildern von
vermeintlichen Antifaschist_innen und dem als klare
Einschüchterung gemeinten Rat, „auf sich aufzupassen“.
Die konkrete Bedrohung durch Neonazis hat im Nordosten Berlins in der
jüngsten Vergangenheit immens zugenommen. Dem sogenannten
„Outing“ alternativer Jugendlicher folgt
regelmäßig, dass Nazis ihnen auflauern, mit dem Ziel, sie zu
jagen und/oder physisch anzugehen. Es kommt zu Angriffen auf die
Wohnungen oder Telefonterror bei den Eltern der Betroffenen. Dieses
Bedrohungsszenario beeinträchtigt nicht nur die Jugendlichen
selbst, auch ihre Eltern, Geschwister, Freund_innen und Bekannte sind
im Fokus der Neonazis. Sie können sich nicht mehr sicher auf den
Straßen ihres Wohnortes bewegen.
Wenn Nazis prügelnd durch Pankow ziehen können, wenn, wie in
der Kleinstadt Mügeln geschehen, ein deutscher Mob eine Gruppe
Inder durch die Straßen jagt, solange die Morde durch Neonazis
beispielsweise in der BRD, in Russland oder Spanien weitergehen,
solange ist es unsere Pflicht, Nazis effektiv zu bekämpfen.
weiterlesen...


.Berlin - Kundgebung vor russisscher Botschaft. (19.Okt.2008)

Am
Freitag, den 18 Oktober 2008, versammelten sich ca. 50 Antifaschisten,
darunter viele Skinheads, zu einer von RASH Berlin Brandenburg
veranstalteten Kundgebung vor der russischen Botschaft in Berlin
Mitte.
Anlass waren die faschistischen Morde der letzten Zeit in Russland.
Besonders hervorgehoben wurden die 2 Morde die sich vor wenigen Tagen
an Filatov «Fedjay» Feodor Vasilevich (27) am 10.10.08 in
Moskau und Olga Rukosyla (16) am 8.10.08 in Irkutsk (Sibirien) ereignet
haben.
In Redebeiträgen und auf mehrsprachigen Flugblättern wurde
auf die Morde und die aktuelle Situation von Antifas in Russland
aufmerksam gemacht.
Ein Niederlegen von Blumen direkt vor der Botschaft wurde durch die
Berliner Polizei verhindert, da es gegen die Auflagen verstieß,
auch das Verteilen der Flugblätter direkt vor der Botschaft wurde
mehrmals unterbunden.
Weitere Infos:
red-skins.de
Ausserdem finden im November in
Berlin Aktionstage, die die faschistischen Morde in Europa
thematisieren, statt. Mehr dazu unter:
Siempre Antifascista
Quelle: www.medienkollektiv.blogsport.de