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.Kurzaufruf: Antifaschistische
Demonstration.
(15.Sep.08)
Seit Anfang
2008 haben im Berliner Stadtteil Pankow die gezielten
Übergriffe und Drohungen gegen Antifaschist_Innen massiv
zugenommen. Vermeintliche Antifaschist_Innen werden
gezielt abgefangen, und gejagt, ihre Namen mit Drohungen an
Hauswände gesprüht, ihre Eltern per Telefon
terrorisiert. Dies ist eine Entwicklung, die sich bereits seit letztem
Jahr abzeichnet. Bereits seit Mitte 2007 kam es immer wieder zu
gezielten Angriffen auf die Wohnungen von Antifaschist_Innen oder zur
Veröffentlichung von rechter Propaganda, auf denen ihre
Adressen veröffentlicht wurden. Dabei ist dies nur die Spitze
dessen, was überhaupt
an Übergriffen und Bedrohungen ans Tageslicht gerät.
All diejenigen, die nicht den Vorteil genießen, Kontakt zu
Menschen zu haben, die sich nach Übergriffen um sie
kümmern und/oder solch einen Vorfall eventuell
öffentlich machen, finden kaum Erwähnung. Dabei sind
sie es, die am meisten unter der permanenten Präsenz der
Faschisten in Pankow leiden müssen.
In den Berliner Statistiken zu rechter Gewalt rangiert Pankow
mittlerweile auf Platz zwei.
Ein großer Sumpf aus gewaltbereitem Kneipenmilieu, Hooligans
und Rockern, die meist offen rechts auftreten, sind der Garant
dafür, dass dies bis auf weiteres so bleibt. Mit den Kneipen
„Musik-Cafe“ in der Wollankstraße und dem
„Fire & Ice“ in der
Dietzgenstraße existieren in Pankow zur Zeit zwei Treffpunkte
für genau dieses Publikum. Überschneidungen mit der
Gruppe „Vereinte Nationalisten Nordost“ (VNNO) sind
dem entsprechend nicht verwunderlich.
Der lokale Kreisverband der NPD profitiert von den VNNO als
Vorfeldorganisation, mit der es ihm gelingt militante
Kameradschafts-Aktivisten für Aktionen einzubinden, die nicht
unter dem
Label NPD laufen können. So erstaunt es kaum, dass mit Daniel
Steinbrecher und Diego Pfeiffer zwei Kameradschaftler den Vorstand der
lokalen NPD stellen. Der NPD KV8 gilt als der zum stärkste
Kreisverband in ganz Berlin.
Pankow war schon vor dem Fall der Mauer ein Ort, an dem sich eine
stabile rechte Subkultur und organisierte rechte Strukturen etabliert
hatten. Nach 1989 war Pankow ein Hauptaktionsfeld der neofaschistischen
„Freiheitlichenarbeiter Arbeiter Partei“ (FAP).
Diese Kontinuitäten sind
bis heute teils ungebrochen. Trotz einer Vielzahl an Projekten gegen
Neonazis, lässt sich die rechte Szene in nichts beirren und
prügelt weiter wie bisher. Pankow, allem Voran der Ortsteil
Niederschönhausen, begreifen sie als „ihr
Revier“ – Jede antifaschistische Intervention vor
Ort wird nicht geduldet. Erschwerend kommt hinzu, dass es vor Ort kaum
Menschen gibt, die ernsthaft gewillt sind etwas gegen Nazis zu
unternehmen, sei es aus Angst oder weil sie selbst Teil der rechten
Grundstimmung sind, die bei vielen Menschen in
Pankow-Niederschönhausen das Denken und Handeln prägt.
Für uns kann es jedoch keine Alternative sein, diejenigen, die
unter dem rechten Straßenterror leiden müssen,
allein zulassen, nur weil es vor Ort kaum Menschen gibt die bereit sind
sich gemeinsam mit uns den Faschisten in den Weg zu stellen. Am 15.
November werden wir nach Pankow gehen mund klar stellen, das der Kiez
nicht allein den Nazis gehört. Wir richten uns dabei nicht
allein gegen Nazis als konkrete Bedrohung, sondern auch gegen
Faschismus als Ideologie im Allgemeinen, eine Ideologie die mehrere
Millionen Leben auf dem Gewissen hat, eine Ideologie, die in letzter
Konsequenz den Mord an so genanntem „unwertem
Leben“ als „Lösung“ permanent in
sich trägt. Wir haben kein Bock auf Herrschaft, egal in
welcher Form sie uns begegnet. Der konsequente Kampf gegen Nazis
jedweder Couleur ist für uns darum eine
Selbstverständlichkeit. Wenn ihr das auch so seht, kommt mit
uns am 15. November mit nach Pankow um zusammen gegen Neonazis und
für eine solidarische Gesellschaft zu demonstrieren.
- nach oben -
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.: Ein Wochenende
für antifaschistische Strukturen :. |
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Dienstag, 11..November 2008:
Antifaschistischer
Aktionstag
Infos...
Freitag,
14.November 2008:
internationale Antifa-Konferenz16:00
Uhr, Berlin
Infos...
Festival (Tag1)
19:00 Uhr, Kato, Eintritt 16€
Infos...
Samstag, 15.November 2008:
Antifaschistische
Demonstration 14:00 Uhr, S+U
Bhf. Pankow
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Festival
(Tag2)
Einlass: 18:30 Uhr, Kato, Eintritt
16€
Infos...
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